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RSSPrint

Bernhard König

Bernhard König. Foto: Jane Dunker

Bernhard König. Foto: Jane Dunker

Komponist, Hörspielmacher, Interaktionskünstler

(geb. 1967) studierte Komposition bei Mauricio Kagel und Claus Kühnl.

Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht seit zwei Jahrzehnten die Konzeption und Umsetzung „Experimenteller Gebrauchsmusik“, mit der er sich in künstlerischen, pädagogischen und sozialen Versuchsanordnungen aktuellen gesellschaftlichen Themen stellt. 

Als Mitbegründer des Kölner „Büros für Konzertpädagogik“ ist Bernhard König seit 1997 bundesweit als Auftragskomponist, Berater und Konzertpädagoge für große Konzertveranstalter tätig. Als Rundfunkautor realisierte er Features, Kinderhörspiele sowie zwei größere Radiokompositionen für das Studio Akustische Kunst des WDR. Als Initiator und Leiter verschiedener Projektchöre hat er neue Formen des Gemeinde- und Chorgesangs für experimentelle Gottesdienste, politische Kundgebungen und viele andere Anlässe entwickelt. Als freier Dramaturg schuf er vielerlei Veranstaltungs- und Erlebnisformen außerhalb des Konzertsaals – darunter etwa rheinwärts, eine viertägige musikalische Stafette von Bonn bis Duisburg mit mehr als 1.500 Mitwirkenden.

2009 erhielt sein Projekt Accompagnato – Die Kunst des Begleitens für Orchestermusiker und geistig behinderte Musiker den erstmals verliehenen Bundespreis kulturelle Bildung des Kulturstaatsministers. Zu seiner innovativen musikalischen Arbeit mit Altenheimbewohnern und mit einem Experimentalchor Alte Stimmen entstand 2012 ein neunzigminütiger Dokumentarfilm (Das Lied des Lebens von Irene Langemann).

In seinem aktuellen, mehrjährigen Projekt Trimum geht König der Frage nach, welche Rolle Musik im Kontext interreligiöser Begegnungen spielen kann. In Zusammenarbeit mit jüdischen, christlichen und muslimischen Theologinnen und Komponisten, Wissenschaftlerinnen und Musikern werden seit 2012 die Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen einer „neuen Musik des Trialogs“ erforscht. Trimum wurde 2016 mit dem Bundespreis kulturelle Bildung ausgezeichnet.

Weitere Informationen: www.schraege-musik.de  und www.trimum.de